Die Landesdenkmalämter schaffen sich selbst ab

Stellt euch vor ein Hersteller von Müsliprodukten würde bei jeder sich bietenden Gelegenheit erklären, dass Leute die Müsli essen schlechte Menschen wären. Darüber hinaus würde er an den Gesetzgeber herantreten und mit wilden Begründungen ein Gesetz auf den Weg bringt welches den Verzehr vom Müsli nur unter großen Auflagen erlaubt.

Was würde passieren? Die Leute würden zunächst weiter Müsli essen, eventuell auch heimlich. Im Laufe der Zeit würden aber immer mehr Menschen das Interesse an Müsli verlieren. Die nachwachsende Generation (Kinder) würden erst gar nicht mehr damit beginnen Müsli zu essen sondern sich am Morgen direkt ein Steak in die Pfanne hauen.

Die Folge wäre: Das Interesse an Müsli schwindet und der Müslihersteller verliert nach und nach die Kunden. Die Pleite ist unausweichlich.

Nun übertragen wir dieses Beispiel einmal auf ein Denkmalamt. Klar kann man sich den Bürger durch scharfe Gesetze und gewisse Verhaltensweisen vom Hals halten und der breiten Masse das aktive Interesse und die Freude an der Geschichte nehmen. Dies mag sogar eventuell kurzzeitig für ein Amt von Vorteil sein und den Arbeitstag angenehmer gestalten, aber langfristig nimmt man sich hierdurch die eigene Legitimation.

Bereits heute sind mindestens 80% der geschichtlich interessierten Personen dem Sondengehen oder dem Sammeln (Münzen etc.) nahe stehend. Wenn diese wegfallen hat das Amt ähnlich wie der Müslihersteller keine „Kunden“ mehr.

Die Folge wird sein, dass die aktive Geschichtsforschung immer mehr an Bedeutung verliert. Und machen wir uns nichts vor, durch die Zuwanderungspolitik wird die Klientel derer die sich für das Erbe unserer deutschen Vorfahren interessieren auch immer dünner. Ich glaube nicht, dass sich ein Asylant für unsere Kelten begeistern kann.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit bis die Landesdenkmalämter aus Kostengründen nicht mehr zu rechtfertigen sind. Die Frage „Braucht man die noch?“ wird immer öfter gestellt werden.

Darum liebe Ämter wacht auf! Schafft tragbare Regelungen damit jeder interessierte Bürger mitarbeiten kann.
Nutzt alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten um dies für euch aufwandsarm zu gestalten. Fast jeder hat heute Internet. Online-Fundmeldungen über ein Portal sollten daher kein Problem sein. Einfach morgens genüsslich bei einem Kaffee kurz die Fundmeldungen des Vortags durchgeklickt…

Schrott, Schrott, oh das Fundstück könnte interessant sein…. klick archiviert…

Denkt einfach einmal darüber nach!

2 Kommentare:

  1. Mit welchem Recht gibt es überhaupt Archäologen ? Alle großen Funde aus alten Tagen sowie der Neuzeit stammen von Privatpersonen und Sondengängern. Diese angeblichen Archäologen sitzen doch mit Ihrem dicken Hintern nur auf Ihrem Stuhl un kassieren unrechtmäßig Geld für die Bearbeitung von Fundplätze die Ihnen ein Sondengänger mitgeteilt hat da Sie selbst zu faul und nicht gewillt sind sind neue Sensationen zu entdecken. Unsere Archäologen bereiten die Fundplätze die bereits bekannt sind zum 100 male neu auf da Sie vieleicht ein Haar übersehen haben könnten das von einer Bergziege stammte. Jeder Sondengänger könnte diese Arbeit die diese Archäologen machen auch selbst und vor allem kostenlos übernehmen, der Erfolg und die Neufunde dürften hierbei zugunsten der Sondengänger sprechen. Also sperrt diese Vereinigung zu und arbeitet mit Sondengängern zusammen die nicht um Vetternwirtschaft zu betreiben angeblich Archäologie studieren und dannach auch nicht mehr Wissen haben da Sie dies ja nur vom Hörensagen aus Büchern kennen.

  2. Die Denkmalämter schaffen sich nicht ab.
    Die leiden unter einem enormen Sparzwang.
    Stellen werden gestrichen oder nicht verlängert und die Arbeit wird immer mehr. Baubegleitungen , Notgrabungen und vieles mehr.
    Die Aufgabe des Denkmalschutzes ist ein Denkmal zu schützen oder zu erhalten.
    Nicht einen Bildungsauftrag für geschichtsinteressierte Bevölkerungsgruppen zu leisten.
    Der Stellenwert der , und an „Geschichte“ ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten gering.
    Deswegen wird dafür auf verhältnismäßig wenig Geld aufgewendet.
    Der durchschnittliche deutsche Geschichtsinteressierte , schaut Sonntags Terra X , lauscht auf ZDF Info dem Führer und käuft sich mal ein GeoEpoch.
    Der Anteil an wirklich Geschichtsinteressierten ist gering und der Sondengänger stellt daran ebenfalls einen geringen Anteil.
    Die Denkmalämter haben nun das Problem, sich zusätzlich um die Sondengänger zu kümmern.
    Das ist wiederum mit Kosten und personellen Aufwand verbunden.
    Gleichzeitig muss der Spagat geleistet werden , A Sondenfunde auszuwerten und zu dokumentieren und B Bodendenkmäler zu erhalten.
    Denkmalschutz bedeutet ein Denkmal zu schützen.
    Ein bronzezeitliches Depot , welches sich im ungestörten Waldboden befindet und nicht unmittelbar von einer Baumaßnahme bedroht ist , stellt ein Bodendenkmal dar , was für einen Denkmalschützer zu schützen ist. Vielleicht gibt es in einigen Jahrzehnten neue Techniken der zerstörungsfreien Dokumentation. Für einen Sondengänger stellt es einen Fund dar , den es zu Bergen gilt.
    Hierin liegt eine der grundsätzlichsten Diskrepanz zwischen der Philosophie eines Sondlers und eines Denkmalschützers.
    Der Sondler sagt sich “ ohne mich wäre der Fund nie gemacht worden und die Archäologen müssen doch froh sein, wenn ich sowas finde“.
    Der Denkmalschützer sagt sich „ohne den Sondler wäre das Bodendenkmal erhalten geblieben „.
    Ein weiterer Faktor ist der Sondengänger an sich.
    Oben wird erwähnt, dass die Sondengänger alles Geschichtsinteressierte wären. Das mag stimmen. Zwar interessiert an Geschichte, aber nicht interessiert an Bewahrung und Dokumentation von Geschichte.
    Wieviel Sondengänger gibt es, welche in einem Fund nur ein Objekt zur persönlichen Bereicherung sehen. Wieviel Sondengänger gibt es , die eine Scheibenfibel in die Knopfkiste werfen, da sie nicht wissen was das ist.
    Die Denkmalämter wissen mittlerweile um den Wert eines gewissenhaften Sondengängers.
    Gemeldete und eingemessene Funde leisten den Denkmalämtern wertvolle und hilfreiche Informationen.
    Es wird Zeit, nicht nur auf die Denkmalämter zu schimpfen, sondern auch konstruktiv an Lösungsansätzen mitzuhelfen.
    Es muss endlich ein Umdenken stattfinden.
    Und wir müssen alle an der Erhaltung unsere Geschichte mithelfen. Das bedeutet auch Kompromisse einzugehen.
    Sonst wird unser Hobby irgendwann gänzlich verboten.
    Stellt euch vor ein illegaler Angler würde auf YouTube ein Video hochladen, in dem er eine Forelle zeigt und freudestrahlend erklärt, er hat grade einen Karpfen gefangen und schlägt dann mit dem Knüppel 10x drauf ein ,weil er nicht weiß wir man das Tier erlöst.
    Dann könntet ihr mal sehen, welches Hobby hier in Deutschland wirklich eine Lobby hat.
    Ja. Genehmigungsprozesse für Sondler sind teilweise zu lang und zu kompliziert.
    Ja. Es fehlen einheitliche Meldeprozesse und Ansprechpartner.
    Aber es liegt doch auch an uns entgegenzukommen .
    Wieso keine klare Distanzierung von offensichtlichen Raubgräbern.
    Wieso keine Zweckgebundenen Gebühren, die z.B. für Planstellen zur Sondlerbetreuung genutzt werden.
    Wieso keinen Eigentumsübergang von Kulturgut an den Staat nach Ableben des Finders.
    Das ist bei Anglern und Schützen normal. Und die haben keine moralischen Bedenken , jemanden, der die Spielregeln nicht einhält in den Arsch zu treten.
    Ich sage es nochmal. Kulturgut ist Allgemeingut.
    Es ist Zeit umzudenken. Auf beiden Seiten.

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