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Granatenvideos und Munitionsbeiträge in den sozialen Medien schädigen den Ruf unseres Hobbys

Die Mitarbeiter der DSU mühen sich täglich bis zur Erschöpfung das Hobby in der Außendarstellung einigermaßen familienfreundlich darzustellen. Torpediert werden diese Bemühungen von Sondlern, die offenbar nicht in der Lage sind die Außenwirkung und die Problematik ihrer Handlungen korrekt einzuschätzen.

Das nachfolgende Video kann noch auf YT angeschaut werden. Das Einbetten dieses problematischen Videos wurde zwischenzeitlich unterbunden.

Neben dem Umstand, dass das Hobby in Verruf gebracht wird, geht der Sondler ebenfalls ein beträchtliches persönliches Risiko ein. Es ist nämlich durchaus nicht üblich, dass man oft Explosivstoffe findet – es sei denn, man sucht sie gezielt. Spätestens nach der dritten Meldung wird man sich bei der Polizei die berechtigte Frage stellen, ob da jemand nur die “Teile” meldet, die er anderweitig nicht “verwerten” kann. Wie schnell es zu einer Fehlinterpretation kommen kann, zeigen unzählige Fälle, bei der eine gut gemeinte Munitionsfundmeldung später eine Hausdurchsuchung und ein Strafverfahren nach sich zog.

Was viele nicht wissen: Wer zwei Mal im gleichen Gebiet Kampfmittel findet, dem droht zudem eine Anklage wegen Gefährdung und versuchter Körperverletzung, wenn er durch seine Bergung ggf. umstehende Personen (Mitsondler) gefährdet hat. Hierzu ein Link eines Falls aus Bayern: https://www.schatzsucherzeitung.de/melden-von-munition-kann-mit-grossem-aerger-verbunden-sein/

Das Posten von Kampfmitteln in den sozialen Netzwerken zieht ebenfalls sehr oft ein Ermittlungsverfahren nach sich. Selbst wenn der Kampfmittelräumdienst den Fund ordnungsgemäß entsorgt hat, kommt es zu Problemen. Wenn das Fundbild einer Granate im Netz stehen bleibt und jemand Jahre später eine Anzeige macht, kann die ordnungsgemäße Entsorgung oftmals nicht mehr nachvollzogen oder nachgewiesen werden.

Hier ein Link zu dieser Problematik. Einige der Sondler hatten 2019 Granatenbilder bei Facebook gepostet und diese Granaten sogar damals dem Kampfmittelräumdiest übergeben, nun holt sie das nach fast 2 Jahren trotzdem mit voller Wucht ein: https://www.n-tv.de/panorama/Polizei-durchsucht-Sondengaenger-Szene-article22522067.html

Das sogar das Kommentieren dieser Beiträge eine erhebliche Gefahr darstellt, zeigt dieser Fall aus Mecklenburg-Vorpommern: https://www.schatzsucherzeitung.de/munitionsbeitraege-in-foren-und-sozialen-medien/
Es wird daher dringend geraten beim Videos und Beiträgen die Granaten oder ähnliches zum Thema haben, niemals ein Like zu drücken oder gar ein Kommentar zu hinterlassen.

Sondengänger sollten jede Nähe zu Kampfmitteln vermeiden, da die Ermittlungsbehörden wirklich keinen Spaß mehr verstehen. Von daher auch der dringende Appell bei jedem Video oder Posting die Außenwirkung nicht aus den Augen zu verlieren.

Allgemein wird bemängelt, dass selbst bei den “Vorzeige YT-Kanälen” mittlerweile nach Bomben und Granaten gebuddelt wird. Wenn das irgendwelche Kanäle mit 200 Abonnenten machen, ist das schon kritisch. Aber das kann man dann vielleicht noch als unbedeutenden Chaotenkanal wegdiskutieren. Ganz schlecht wird es, wenn dies nun auch die zuschauerstarken renommierten Kanäle tun. Dies schädigt den Ruf unseres Hobbys ganz massiv und bringt uns alle in Misskredit.

Videos die man vermeiden sollte

Wer es nicht weiß. Dieser YouTuber hat sich wegen dem zu erwartenden Ärger in Verbindung mit familiären Problemen und seiner aussichtslosen Lage im Gefängnis das Leben genommen:

Und die “Hohlbirne” (im Video “edler Spender” genannt), die diesem Herren eine Handgranate per Post gesendet hat, sollte am besten auch schon mal seine Zahnbürste in die Kulturtasche packen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch dieses Video in den Focus der Ermittler rückt – wenn nicht schon längst geschehen. Wie kann man so etwas in ein öffentlich zugängliches Video packen?

Dieses Video kann noch auf YT angeschaut werden. Das Einbetten dieses problematischen Videos ist unterbunden:

Auch das Magnetangeln und das gut gemeinte Melden von Munition kann Ärger mit sich bringen, wie nachfolgendes Video beweist:

Insbesondere das nachfolgende Video kann für den Sondler recht schnell problematisch werden, da man ihm unterstellen könnte, dass er in einem ehemaligen Kampfgebiet gezielt nach Kampfmitteln gesucht hat. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen der Sondelgegner, die mit der angeblichen Munitionsgefahr gerne das Sondeln unterbinden würden.

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