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Munitionsbeiträge in Foren und sozialen Medien

Der für die Archäologie tätige Sondler Daniel W. aus Mecklenburg-Vorpommern hatte in Facebook ein Munitionsbild kommentiert. Es ging um das Bild einer 2cm Flak Munition. Er hatte in einem Kommentar lediglich angemerkt, dass 2cm Flak Geschosse gefährlich sein können und relativ häufig gefunden werden.

Dieser gutgemeinte hilfsbereite Kommentar, der zur allgemeinen Aufklärung dienen sollte, hat ihm nun eine Hausdurchsuchung eingebracht.

Zeitgleich hat ein weiterer Sondler (Sascha Z.) eine Hausdurchsuchung erhalten. Auch er hatte das Munitionsbild kommentiert. 17 Beamte, 10 Fahrzeuge, Sprengstoffspürhunde und Munitionsbergungsdienst rückten an. Gefunden wurde nichts, aber trotzdem wurde der Metalldetektor beschlagnahmt.

In Deutschland liegen angesicht der rechtsmotivierten Anschläge die Nerven blank! Dies kann im Einzelfall zu überzogenen Reaktionen führen.

Es muss daher nochmals dringend dazu geraten werden: Keine Munitionsfunde mehr zu posten! Auch wenn der Kampfmittelräumdienst verständigt wurde und augenscheinlich alles seine gute Ordnung hat, sollte darauf verzichtet werden! Das Risiko einer Fehlinterpretation durch die Behörden ist einfach sehr hoch.

Die Forenbetreiber und Facebook-Gruppenadmins werden aufgerufen sämtliche Munitionsbeiträge SOFORT zu löschen.

Es hat den Anschein, dass im Zuge der neuen Bedrohungslage sogar alte Verdachtslisten abgearbeitet werden. Wer also in den letzten Monaten in gutem Glauben Munitionsbilder gepostet hat um Hilfe zu erhalten, oder diese Beiträge kommentiert hat, sollte wachsam sein.

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